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Vorstellung
der Arbeit an den einzelnen SWN- Schulen Die
Projekte:
"Klima- und Wetteruntersuchungen in Leinefelde" Bernd Kittlaus (Staatliche Regelschule "A. Schweitzer" Leinefelde) An unserer Schule begann das Projekt „Klima- und Wetteruntersuchungen“ im Frühjahr 1996 als Einstiegsprojekt in die Internetarbeit, die Ende 1995 im Rahmen des Thüringer Schulcomputernetzes entsprechende Möglichkeiten erhielt. Seitdem wird sie kontinuierlich durchgeführt und erweitert. Innerhalb dieses Projektes koordinieren wir verschiedene Gruppen mit unterschiedlicher Aufgabenstruktur: A.) Die Idee, auf dem Gelände unserer Schule eine Wetterstation zu errichten und damit umweltrelevante Untersuchungen durchführen zu können, ist schon sehr alt. Gescheitert ist sie stets an zwei Problemkreisen: 1. Die Bereitschaft bei Schülern und Lehrern, jede Stunde - oder vereinfacht- einmal am Tag verschiedene Werte zur Wetterbeobachtung abzulesen- und das über Jahre hinweg- ist relativ gering. 2. Die Möglichkeiten zum regelmäßigen Ablesen sind im Schulalltag durch Wochenenden, Feiertage und Ferien nicht gegeben. Die Lösung unserer Schwierigkeiten lag in der Automatisierung der Datenaufnahme und Auswertung. Hierbei bot sich die Nutzung des PC´s an, so dass Schüler über informationstechnische Grundlagen an Naturwissenschaften herangeführt werden können. Für unsere Klima- und Wetteruntersuchungen wollten wir physikalische Messgrößen zu Grunde legen. Wir fanden Anfang 1996 eine vorgefertigte Wetterstation in einem Elektronikkatalog, die Daten mittels verschiedener Sensoren vollelektronisch aufnimmt, an einen PC weiterleitet und - für Schulen sehr wichtig - bezahlbar ist. Das Herzstück der Wetterstation bildet eine Messeinrichtung mit 8 Sensoren für Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Radioaktivität, Windgeschwindigkeit und Windrichtung, Niederschlagsmenge und Helligkeit – wobei wir den handelsüblichen Regenmesser im Winter mit einer Folie beheizen und so von Niederschlagsermittlung sprechen können. Diese Messdaten werden einmal stündlich aufgenommen und per Kabel über die serielle Schnittstelle an einen PC weitergeleitet. Wir haben uns für diese herkömmliche Datenübertragungsmethode entschieden, weil sie nach verschiedenen Testphasen die sicherste war. Conrad bietet als Alternativen eine Funkübertragung auf 433 MHz und ein Speichermodul an- die Funkübertragung funktionierte sehr ungenügend und der Standort Schuldach ließ eine Arbeit mit dem Memorymodul nicht zu. Wir benutzten bis Anfang 1999 als Messrechner einen ausgedienter 386er mit kleiner Festplatte, der zwei Aufgaben zu erfüllen hat: - mittels mitgelieferter Software zeigt er die momentan gemessenen Wetterwerte in selbst konfigurierten Messgeräten an und schreibt - diese Werte in eine Aufnahmedatei, so dass man Messzyklen später zusammenhängend und unkompliziert auswerten kann. (Conrad liefert die Software Telemet mit, die unbestritten ebenfalls ihre Grenzen hat, denken wir nur an die Netzwerktauglichkeit. An einer Regelschule – so muss man klar sagen – existiert aber nicht das know how für die Entwicklung eigener Software, was an Gymnasien ganz anders ausschaut. Hierbei liefert das SWN gute Ansätze für eine Schulzusammenarbeit!) So wurde in der Projektwoche 1996 mit einer Gruppe aus 12 Schülern der 7.-10. Klasse das Wetterhäuschen, in dem sich die Messeinrichtung befindet, aus handelsüblichen Baumarktteilen gebaut und auf dem Dach unserer Schule aufgestellt. Hierbei beachteten die Schüler bezüglich der Belüftung des Häuschens und der Aufstellrichtung allgemeine Normen zur Wetterdatenermittlung. Gleichzeitig liefert uns das Thema Normierung die Grenzen der Messarbeit von Schule. Hierbei muss man und sollte man Kompromisse eingehen, um naturwissenschaftliche Untersuchungen an einer Schule nicht gleich im Keim zu ersticken. Konkret in unserem Beispiel heißt das: Wir messen die Daten in Hausnähe und nicht in 2 m über dem Boden, haben allerdings durch die Höhe den Vorteil, Windgeschwindigkeit und Windrichtung ohne Windkanaleffekt zu ermitteln. B) Für die Aufnahme der Wetterdaten und die computergestützte Auswertung zeigen sich mittlerweile 10 Schüler der Klassenstufe 7, 9 und 10 verantwortlich - die sich die “Wetterfrösche” nennen (Generationswechsel wegen Schulabgang). Ein Teil dieser Schüler installierte die eigentliche Messeinrichtung, verkabelte diese, konfigurierte den Mess-PC, erarbeitete eine Auswertungsmaske in der Tabellenkalkulation “Quattro Pro” und gestaltete die Auswertungsdiagramme, erprobte die Station und schuf für das vergangene Schuljahr eine Möglichkeit, dass alle Schüler der Schule die augenblicklich gemessenen Wetterdaten einsehen können. Sie stellten einen zum Monitor “parallel geschalteten” Fernseher auf dem Gang vor den naturwissenschaftlichen Räumen auf, der die aktuellen Messwerte für alle Schüler der Schule sichtbar macht. Durch Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten an unserer Schule wurde dieser Fernseher für den Zeitraum der Bauarbeiten wieder abgebaut...wird seinen Standort aber künftig wieder erhalten. C) Mit der geografischen Auswertung der Wetterdaten sind Schüler der 7. Klasse betraut worden und werden vom Geografielehrer betreut. Diese nutzen die erarbeiteten Werte aus der Tabellenkalkulation , die die “Wetterfrösche” erzeugen, drucken die erstellten Diagramme aus, vergleichen die Werte mit denen des Deutschen Wetterdienstes und erarbeiten einmal monatlich eine Schautafel, die für alle Schüler im Fachraum Geographie ersichtlich ist. Hier können Wetterlagen, Extremwerte in Deutschland und Satellitenbilder mit unseren Wetterdaten verglichen werden. D) Mit der Errichtung der Messtechnik konnten wir die nahezu lückenlose Datenaufnahme gewährleisten. Aufgrund von Bauarbeiten im Schulhaus und der damit zusammenhängenden Abschaltung des Messrechners messen wir erst seit dem 01.01.97 bis dato fast kontinuierlich. Die Transparenz der Ergebnisse konnten wir in einer weiteren Stufe durch die Präsentation der Wetterstation mit entsprechenden Auswertungen im Internet erzielen. Hierzu erarbeitete die Internetgruppe der Regelschule ein Layout. Online erreicht man uns unter http://www.rsas.eic.th.schule.de./rsaskli.htm. Hierbei kann man sich auf den Seiten der Wetterstation über unseren Aufbau, die Messtechnik, die örtlichen Gegebenheiten, die verwendete Software (inklusive verschiedenen Bildmaterials) informieren oder sich die Wetterdaten des vergangenen Monats herunterladen, wobei man zwischen allen Wetterdaten und verschiedenen Tagesmittelwerten wählen kann. Des weiteren bieten wir unsere Auswertungsdiagramme an (u.a. Temperaturverläufe, Zeitverläufe der anderen genannten wetterrelevanten Daten). Von unserer Hauptseite aus kann man sich auch die gemessenen Extremwerte des vergangenen Monats anschauen. Wir wollen den Schülern den PC als Hilfsmittel für Messungen und Auswertungen transparenter machen (...weg vom sturen ItG (Informationstechnische Grundlagenbildung als Pflichtfach in Klasse 7)- Unterricht mit wenig Bezug zu realen Anforderungssituationen). Wir wollen Daten produzieren, die aus dem Erfahrungsbereich der Schüler selbst stammen, so dass der Schüler mit dem “eigenen” Zahlenmaterial im Unterricht besser und motivierter arbeitet. Wir nutzen die Daten nicht nur in Geographie, sondern auch in Mathematik (Funktionen/ Statistik), in Physik (Radioaktivität), Biologie/ Chemie (Begleitwerte bei anderen Projekten, zum Beispiel bei Untersuchungen von Biotopen und Gewässern) und liefern so fächerübergreifende Ansätze im Unterricht. Wir gewöhnen die Schüler an die Notwendigkeit längerfristiger Untersuchungen, um naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten zu erkennen. Wir haben Anfang 1998 damit begonnen, alle Monatsauswertungen für 1997 zusammenzufassen und eine Jahresauswertung für 1997 zu gestalten. Gleiches haben wir für die Jahresauswertung 1998 ausgeführt- die Umsetzung für die Internetseiten ist in Arbeit.
Die WETTINET- Experten wiesen in ihrem Vortrag vor allem auf folgende Probleme hin:
Das Wetterprojekt aus Jena Matthias Boehnert und Alexander Geissler (Staatliches Gymnasium "Caroline Schlegel" Jena) Historisches
Zukunft
Technik
Örtliche Gegebenheiten
Schule: Tallage, relativ natürliche Landschaft: viel Grün, Windgeneratormast steht auf Schulhof, etwa 30 Meter von der Schule entfernt, Schulgelände am Rande eines Wohngebietes (Plattenbauten), am Rand der Siedlung, relativ frei Schüler des Gymnasiums haben die Internetseiten der Schule überarbeitet und ergänzt. Man findet verschiedene Projektinformationen unter http://www.b.shuttle.de/j/schlegel- gym/frame/projekfr.htm im Netz. Auf entsprechende Fragen konnten uns die Vortragenden 1. bestätigen, dass der Windgenerator eine ausreichend konstante Betriebsspannung für die Wetterstation abgibt und 2. das PC-Kabinett der Schule den Funkempfang der Wetterdaten erheblich stört (dabei ist die Sendeleistung und der Empfang nach Messung einwandfrei).
Das Wetterprojekt aus Kassel Jürgen Moch und Nils Jäger (Friedrichsgymnasium Kassel)
In
Kassel arbeitet man nicht mit der Wetterbox von Conrad, sondern mit einer
anderen Station. Der Außensensor für Temperatur ist nicht genügend
geschützt und ging schon im Dezember 1998 kaputt. Seitdem werden utopische
Temperaturen gemessen. Man verwendet zur Auswertung der Daten das Programm "Weatherlink". Das Wetterprojekt aus Hermannsburg Gerd Uhlig (Christian- Gymnasium Hermannsburg) Die Wettermessungen bei uns sind in das biologische Projekt "Emissionen und Immissionen im Umland von Hermannsburg" ( Ein Projekt im Rahmen des Landeswettbewerbs „Moderne Schule“) eingebunden.
Weitergehende Informationen findet man unter http://www.bionet.schule.de/schulen/gyher/wetter/agein.htm. |
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